Probiotika senken das »schlechte« Cholesterin und könnten eine Herzkrankheit verhindern

Seit Jahrzehnten mahnen Naturheilkundler und Anhänger einer natürlichen Ernährung: Wenn wir gesund bleiben wollen, sollten wir uns um die »Umweltbedingungen« in unserem Körper kümmern.

Ganz besonders sollten wir für genügend »gute« Bakterien im Magen-Darm-Trakt sorgen und dafür regelmäßig Joghurt und andere fermentierte Lebensmittel und/oder probiotische Nahrungsergänzungsmittel zu uns nehmen. Galt dies früher als Empfehlung von Außenseitern oder »Gesundheitsfreaks«, so haben Wissenschaftler jetzt in einer Studie dargelegt, wie genau Probiotika die Gesundheit stärken. Bei der Jahresversammlung 2012 der American Heart Association, die gegenwärtig in Los Angeles stattfindet, erklärten Forscher, die Einnahme eines probiotischen Ergänzungsmittels könne helfen, eine Herzerkrankung zu verhindern.

Wie Dr. Dr. Mitchell L. Jones, der federführende Autor der Studie und Forscher an der Medizinischen Fakultät der McGill University in Montreal berichtete, senkte die Einnahme von Probiotika (zweimal täglich) im Blut die Anzahl von Molekülen, an die Cholesterin gebunden ist, so dass der Spiegel des »schlechten« Cholesterins (das die Arterien verstopft) sank und der Cholesterinwert insgesamt besser wurde.

Aus zwei Gründen sollte sich die Mainstreammedizin diese Studie besonders zu Herzen nehmen. Erstens handelte es sich um eine Doppelblindstudie an Menschen. Und zweitens ergab sie, dass eine natürliche Substanz etwas schafft, das mit den (mit Nebenwirkungen behafteten) Statinen von Big Pharma nicht gelingt – nämlich das »schlechte« Cholesterin zu senken, ohne potenziell Schaden anzurichten.

Bei früheren Studien hatte ein Stamm von probiotischen Mikroorganismen (Lactobacillus reuteri) vielversprechende Hinweise auf die Senkung des LDL-Werts, des »schlechten« Cholesterins, im Blut gezeigt. Bei der neuen Studie untersuchten die Wissenschaftler, ob dasselbe Probiotikum das LDL senken und die Zahl der Cholesterinmoleküle, die an Fettsäuren gebunden sind – die so genannten Cholesterinester – mindern konnte. Die Kombination von erhöhten Cholesterinestern und hohem LDL wird mit der gefährlichen Plaquebildung in den Arterien in Verbindung gebracht, und die wiederum bedeutet ein erhöhtes Risiko einer Herzerkrankung.

An der Studie nahmen 127 erwachsene Patienten mit erhöhten Cholesterinwerten teil. Ungefähr die Hälfte von ihnen nahm zweimal täglich ein Probiotikum ein, die übrigen erhielten Placebokapseln. Nach nur neun Wochen zeigte sich bei den Teilnehmern, die das Probiotikum einnahmen, ein um 11,6 Prozent niedrigerer LDL-Spiegel als bei den Teilnehmern in der Placebogruppe. Darüber hinaus wurden die Cholesterinester um 6,3 Prozent gesenkt und Cholesterinester-gesättigte Fettsäuren um fast neun Prozent, jeweils im Vergleich zur Kontrollgruppe.

Bei den Teilnehmern, die Probiotika einnahmen, traten keine Nebenwirkungen auf; die Forscher verwiesen darauf, dass sich der Probiotika-Stamm L. reuteri schon lange als sicher erwiesen hat.

Wie NaturalNews bereits früher berichtete, deuten andere Untersuchungsergebnisse, die in der Zeitschrift Nature veröffentlicht wurden, darauf hin, dass ein Ungleichgewicht zwischen »guten« und »schlechten« Bakterien im Darmtrakt einen Typ-2-Diabetes auslösen kann – und dass Probiotika helfen können, die Krankheit zu verhindern oder zu behandeln. Darüber hinaus haben Wissenschaftler entdeckt, dass Probiotika die Immunantwort des Körpers auf das Grippevirus steigern und ein wirksames Mittel zur Behandlung von entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa darstellen können.
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Quellen zu diesem Artikel unter:
Heart
NaturalNews
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